Tryp­to­phan stei­gert Schläf­rig­keit und wirkt beruhigend

Da sich die bis­he­rige For­schung zunächst auf die Unter­su­chung an Tie­ren und spä­ter auf Stu­dien mit gesun­den Män­ner oder Men­schen mit leich­ter Insom­nia beschränkte, unter­such­ten For­scher des Nestlé Rese­arch Cen­tres in Lau­sanne wel­chen Effekt L-Tryptophan in Kom­bi­na­tion mit Koh­len­hy­dra­ten spe­zi­ell auf gesunde Frauen hat. Dabei wur­den 9 jun­gen Pro­ban­din­nen zwi­schen 0, 500 und 1000 mg Tryp­to­phan in Kom­bi­na­tion mit 30 g Mal­to­dex­trin ver­ab­reicht und sowohl das Ver­hält­nis von Tryp­to­phan zu ande­ren lang­ket­ti­gen neu­tra­len Ami­no­säu­ren im Blut (soll­ten mind. das Drei­fa­che sein) als auch die wahr­ge­nom­mene Schläf­rig­keit im 30-Minuten-Rhythmus beobachtet.

Die Stu­di­en­er­geb­nisse zei­gen, dass

  • sich das Ver­hält­nis von Tryp­to­phan zu ande­ren lang­ket­ti­gen neu­tra­len Ami­no­säu­ren im Blut nach der Ein­nahme von 500 mg ver­drei­facht hat (bes­sere Über­win­dung der Blut-Hirn-Schranke!).
  • die wahr­ge­nom­mene Schläf­rig­keit und Beru­hi­gung sich bei bei­den Dosie­run­gen signi­fi­kant verbesserte.
  • die wahr­ge­nom­mene Schläf­rig­keit 90 Minu­ten nach Ein­nahme am höchs­ten war.

Quelle: Chauffard-Alboucq FA, Lea­thwood PD, Dor­mond CA, Amino Acids 1991, 1 (1): 37–45