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    Ohne Schlaf keine Ver­bes­se­rung der moto­ri­schen Fähigkeiten!

    Moto­ri­sche Fähig­kei­ten sind erfolgs­kri­tisch in jeder Sport­art, da sie über Prä­zi­sion, Schnel­lig­keit und Effi­zi­enz der Bewe­gun­gen der Sport­art ent­schei­den. Sei es beim Kreuz­he­ben im Fit­ness­stu­dio, beim Abschlag auf dem Golf­platz, beim Ziel­sprung auf der Streif oder beim Frei­stoß im Fuß­ball: Wer bes­sere moto­ri­sche Abläufe hat, bringt mehr Leistung!

    Heute waren wir auf der Moto­rik 2015, um die Neu­ig­kei­ten aus der For­schung für unsere Sports Pros und für euch aufzuschnappen.

    Haupt­thema: Wie wer­den moto­ri­sche Abläufe erlernt und ver­in­ner­licht und wel­che Rolle spielt dabei der Schlaf?

    Die wich­tigs­ten Erkennt­nisse der ver­schie­de­nen Vor­träge in aller Kürze:

    Schlaf verbessert Motorische Fähigkeiten

    ©Alain Ver­meu­len - Fotolia.com

    1. Ein klei­ne­rer Lern­ef­fekt tritt bereits nach dem Trai­ning eines moto­ri­schen Ablaufs auf, aber der grö­ßere Teil des Lern­ef­fekts stellt sich erst nach einer Periode des Schlafs ein – Das trifft sowohl auf Fein­mo­to­ri­sche Abläufe als auch auf kom­plexe Bewe­gun­gen zu
    2. 90 min Power­nap nach dem Trai­ning bringt hier auch schon eine Ver­bes­se­rung, kann aber die Rolle des Nacht­schlafs beim Ler­nen nicht ersetzen
    3. Der Lern­ef­fekt ist deut­lich grö­ßer, wenn man beim Üben davon aus­geht, dass das zu Ler­nende Rele­vanz für einen hat
    4. Durch gutes Trai­ning allein erzielt man noch nicht not­wen­di­ger­weise Lern­fort­schritte. Das Ler­nen eines Bewe­gungs­ab­lau­fes kann – ins­be­son­dere bei Erwach­se­nen – durch eine wei­tere danach statt­fin­dende Lern­ak­ti­vi­tät über­la­gert werden
    5. Kin­der vor der Puber­tät ler­nen moto­ri­sche Abläufe schnel­ler, da hier der Groß­teil des Lern­ef­fek­tes bereits kurz nach der Übung auf­tritt und nicht vom Schlaf abhän­gig ist
    6. Das Ler­nen und ins­be­son­dere Ver­in­ner­li­chen und Auto­ma­ti­sie­ren kann bei Erwach­se­nen jedoch auch so gut lau­fen wie bei Kin­dern. Erwach­sene müs­sen jedoch stär­ker auf gute Rah­men­be­din­gun­gen ach­ten: keine nach­ge­la­gerte Störung/Ablenkung, aus­rei­chend Schlaf
    7. Neben den moto­ri­schen Fähig­kei­ten wird im Schlaf auch die Wahr­neh­mung ver­bes­sert, was uns ins­be­son­dere bei Sport­ar­ten zugu­te­kommt, bei denen wir auf etwas (z.B. die Akti­vi­tät des Geg­ners) schnell rea­gie­ren müssen
    8. Für Pro­fis: Durch Luzi­des Träu­men (Klart­raum) allein – d.h. ohne Übung im Wach­zu­stand (!) – kann man seine moto­ri­schen Fähig­kei­ten verbessern

    Fazit für Sportler

    1. Schlaf verbessert motorische Fähigkeiten

      ©Cello Arm­strong - Fotolia.com

      In jun­gen Jah­ren hat man Vor­teile beim Erler­nen moto­ri­scher Fähig­kei­ten. Jugend­trai­ner kön­nen mehr errei­chen, wenn sie den Kin­dern die Rele­vanz der Übung für ihren Sport erklären

    2. Erwach­sene soll­ten nach einer Trai­nings­ein­heit ins­be­son­dere auf zwei Dinge achten
      1. keine Stö­rung durch über­la­gernde Übun­gen (z.B. nach dem Abschlag im Golf noch das Put­ten üben)
      2. aus­rei­chend und guter Schlaf in der dar­auf­fol­gen­den Nacht
    3. Ein Trai­ning am Abend ist von Vor­teil, da man sich dadurch etwas aus­trickst. Denn damit ist sicher­ge­stellt, dass keine Über­la­ge­rung des Gelern­ten vor dem zu Bett­ge­hen statt­fin­det und man misst der Übung dadurch auch unbe­wusst mehr Rele­vanz bei
    4. Selbst in Ver­let­zungs­pau­sen kann man durch men­ta­les Trai­ning oder durch „Trai­ning“ im Klart­raum an sei­nen moto­ri­schen Fähig­kei­ten arbeiten

    Unklar scheint jedoch immer noch zu sein, ob die soge­nann­ten „Schlaf­spin­deln“ (typi­sches Wel­len­mus­ter der Hirn­ak­ti­vi­tä­ten) im Non-REM-Schlafstadium 2 die wich­tigste Rolle beim Erler­nen moto­ri­scher Fähig­kei­ten spie­len oder der REM-Schlaf.

    Das ist unse­res Erach­tens aber auch zweit­ran­ging: Haupt­sa­che aus­rei­chend und gut schla­fen! :-)

    Wer bloggt hier?
    Hanno Deyle
    Über Hanno Deyle
    Hanno ist einer der Gründer von Third of Life®. Die Erkenntnis, wie wichtig guter Schlaf für Leistungsfähigkeit und Gesundheit ist und wie wenig innovative Produkte es zur Optimierung des Schlafes heute gibt, war für ihn die Motivation gemeinsam mit Frieder Kuhn die Third of Life GmbH zu gründen.
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